Der  Vorstand
 
Wehrführung: OBM Mario HBM Mario Brauer
     
stellv. Wehrführung:   HBM Uwe Wöbb
     
1.Gruppenführer:   OLM Thomas Mauz
     
2.Gruppenführer:   OLM Felix Saß
     
Gerätewart:   LM Dirk Brauer
   

 

Schriftwart:   LM Karsten Röhrs
     
Kassenwart:   HFF3 Yvonne Röhrs
     
Jugendwart:   HFF2 Kristina Mücke
 
weitere Funktionträger
     
Internet:   HBM Uwe Wöbb
     
Sicherheitsbeauftragter:   OLM Thomas Mauz
     
               
Brandschutzerzieher:    HFF3 Yvonne Röhrs
     
Brandschutzerzieher:   LM Dietmar Reinke FF Grande
     
stellv. Jugendwart:   LM Olaf Wendt  FF Hamfelde/Dahmker
     
Allgemeine Informationen
     
Fahrzeuge:  
Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 mit Hilfeleistungssatz
     
    Löschgruppenfahrzeug LF 8/6
     
    Einsatzleitwagen ELW 1
     
Einsatzabteilung:   30 Mitglieder
     
Jugendfeuerwehr:   26 Jugendliche
     
Ehrenabteilung:   18 Ehrenmitglieder

 

Geschichtliches

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kuddewörde


So segenreich das Feuer für Menschen ist, so verheerend können die Zerstörungen sein, die es anrichtet, wenn es der menschlichen Kontrolle entgleitet. Viel größer war doch früher die Brandgefahr, als die Dächer mit Reet gedeckt, Heu und Stroh auf den Dachböden und in den Scheunen gelagert, die Häuser noch mit sehr viel Holz verbaut und noch offene Herdstellen vorhanden waren. Somit war die Gefahr des Funkenfluges viel größer. Natürlich wurde bei Bränden von jeher Nachbarschaftshilfe, wie heute durch die Wehren der Nachbargemeinden, geleistet. Aber auch das Bewusstsein der Menschen für die besonders bei Gewitter, drohende Gefahr war viel ausgeprägter als heute. So wurden früher, wenn ein Gewitter in der Nacht heranzog, die Kinder geweckt. Sie mussten, wie die Erwachsenen, sich vollständig anziehen. Die Papiere sowie Wertsachen lagen dann griffbereit in der Nähe. In den Ställen wurde das Vieh losgebunden, denn falls der Blitz in das Reetdach einschlug, blieb nicht mehr viel Zeit. Zur Verdeutlichung der früher allgegenwärtigen Brandgefahr mag der Hinweis dienen, dass von den zwischen 1780 und 1800 in Rothenbek erbauten 24 Ahnbauernhäusern nur noch 8 heute da sind, also ein Drittel, ganz oder teilweise abgebrannt sind. So kam es sogar vor, dass ganze Dörfer in Rauch und Asche aufgingen.


Daher wurden von den Regierungen schon früh Vorschriften zur Brandverhinderung erlassen. In einem Erlass vom 16. Oktober 1718 verfügte der Kurfürst Georg Ludwig, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg: „Aller Durchlauchtesten Großmächtigsten und Herrn, Herrn Georg, König von Großbritannien, Frankreich, Irland, Beschützer des Glaubens, Herzog zu Braunschweig usw., enthaltend das Verbot des Abfeuerns von Feuerrohren bei Hochzeiten wegen der Brandgefahr und gegen unvorsichtiges Tabakrauchen auf den Höfen und Straßen, bei Zäunen und Stroh bei der Flachs- bearbeitung (die Tabakpfeifen mussten beim Rauchen mit einem Deckel aus Metall verschlossen.Desweiteren sind alle Backöfen in den Häusern abzubrechen. Dieses Schreiben ist von den Kanzeln zu verlesen, öffentlich anzuschlagen und immer acht Tage vor Michaelis zu wiederholen.“Dieser Verfügung scheint nicht viel Erfolg beschieden gewesen zu sein, denn um 1770 wurde angeordnet, dass alle Häuser binnen einer Jahresfrist mit einem ledernen Eimer und Dachhacken für den Fall eines Brandes ausgerüstet zu seien, etwaige in den Häusern befindliche Feuerrahmen abzubauen und dafür geschlossene Schwippbögen anzulegen seien. Im Hause vorhandene Backöfen mussten abgerissen und konnten mindestens 30 Schritt vom Haus entfernt wieder aufgebaut werden.      

In einer „Feuerordnung für das platte Land“ von 1784 (in der Kreisfeuerwehrzentrale in Elmenhorst) befinden sich wiederum allgemeine Vorschriften zur Brandverhüttung, aufstellen von „Feuergräfen“(der heutige Wehrführer oder Brandmeister), jährliche Kontrolle der Feuerstellen und Löschgeräte, Anlegung und Unterhaltung von Löschteichen, Kennzeichnung der Eimer mit der Hausmarke der Besitzer, Anschaffung einer „hölzernen Hand Sprütze“, usw. in dieser Feuerordnung wird auch verfügt, dass alle gesunden und wehrtüchtigen Männer ab 14 Jahren sowie die Frauen zum Feuerwehrdienst verpflichtet sind. Hier bildete sich erstmals eine Organisation zur Feuerbekämpfung, die Pflichtwehr, mit Zwangsmitgliedschaft aller Einwohner.
Auch heute hat die Verordnung noch volle Wirksamkeit. Falls sich nicht genügend freiwillige einer Gemeinde zur Verfügung stellen, muss die Gemeinde eine so genannte Pflichtwehr aufstellen.

Weil sich diese Form der Organisation in der Praxis nicht bewährte und wohl auch durch die zunehmende Technisierung der Löschmittel, die ständige Übung verlangte, wurden Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts die freiwilligen Feuerwehren gegründet. In Rothenbek und Kuddewörde kam dieses 1935 zum Tragen. Das Spritzenhaus wurde in Rothenbek links neben dem Kriegerdenkmal, das Kuddewörder auf dem Brink gegenüber der Gaststätte „Zur Eiche“ errichtet. 
Der erste, ab 1935, von den Mitgliedern gewählte Wehrführer in Rohtenbek war Hermann Glunz und in Kuddewörde Otto Harms. Beide freiwilligen Feuerwehren hatten in dieser Zeit Handdruckspritzen, die von Pferdegespannen gezogen wurden. Bei Bränden außerhalb der Gemeinde wurden zwei Gespanne eingesetzt, die von den Landwirten abwechselnd gestellt werden mussten. Die Alarmierung der Wehr erfolgte über die Feuermeldestellen, dass waren über die Gemeinde verteilte Häuser mit einem Schild „Feuermeldestelle“ wie man sie heute noch teilweise sehen kann. Diese Häuser waren mit einem Mundfeuerhorn ausgerüstet und im Falle eines Brandes lief eine gerade anwesende Person auf die Straße und hat aus Laibeskräften in das Horn geblasen. Die Kinder hatten ihre Freude daran, obwohl sie sich dem Ernst der Lage bewusst waren, mit dem Fahrrad durchs Dorf zu sausen und in das Horn zu blasen. Denn damals wie heute war ein Feuer ein aufregendes Erlebnis. Diese Art der Alarmierung wurde bis zum Jahre 1968 beibehalten, als dann die heutigen Luftschutzsirenen installiert wurden.


Im Jahr 1964 vereinigten sich die Wehren Rothenbek und Kuddewörde zur Freiwilligen Feuerwehr Kuddewörde, das am 29 Januar 1964 im Gasthaus Billetal, das heutige Lorbeer, dokumentiert wurde. Zum ersten gemeinsamen Wehrführer wurde Ludwig Reher aus Rothenbek, und zum stellvertretenden Wehrführer Artur Hartkop aus Kuddewörde gewählt. Die Freiwillige Feuerwehr Kuddewörde setzte sich aus 17 Rothenbekern  und 24 Kuddewördern  zusammen. Mit der Vereinigung der Wehren errichtete man ein neues zentraleres Gerätehaus an der Schule. Im gleichem Jahr wurde das erste motorisierte Löschfahrzeug (ein Ford Transit mit Platz für eine tragbare Pumpe, Schlauchmaterial, Strahlrohre und anderem Kleinutensil, Bezeichnung: TSF) in Dienst gestellt. Im Jahre 1975, zum 40-jährigem Bestehen wurde der Wehr ein LF 8 mit Vorbaupumpe (Löschgruppenfahrzeug auf einem Mercedes Fahrgestell, welches neben Feuerwehrequiment auch Platz für neun Kameraden bot), im Rahmen eines Amtswehrfestes übergeben.

1985 feierte man die Einweihung des heutigen Gerätehauses in dem dann auch die Schutzbekleidung der Kameraden untergebracht werden konnte. Durch einen Großbrand stellte man fest, dass sich die Löschwasserversorgung in einigen Teilen der Gemeinde als sehr schwierig erwies und beschaffte ein gebrauchtes LF 16 (Löschgruppenfahrzeug auf Magirus Fahrgestell mit einer größerer Pumpe und eingebauten Wassertank). Dieses geschah im Jahr 1987. Das inzwischen fast 20 Jahre alte LF 8 wurde 1994 durch das heutige LF 8/6 (Löschgruppenfahrzeug der Firma Iveco mit eingebautem Wassertank, Notstromaggregat und Atemschutzgeräten im Mannschaftsraum) ersetzt.

Im Jahr 2000 erweiterte man den Fuhrpark der Feuerwehr um ein ELW 1 (Einsatzleitwagen), welches zum Transport der Kameraden, in erster Linie aber zur taktischen Organisation im Einsatz zur Verfügung steht. Da die Zahl der Großbrände durch bessere Baumaterialien, Brandrauchmelder und der Gleichene, rückläufig wurde, die Zahl der technischen Hilfeleistungen aber stieg, ersetzte man im Jahr 2005, das nun schon 38 Jahre alte LF 16 durch ein neues LF 16/12 (Löschgruppenfahrzeug der Firme Iveco).

Neben der Feuerlöschtechnik steht den Kameraden jetzt auch ein hydraulisches Rettungsgerät, ein am Fahrzeug angebrachter Lichtmast mit zwei 1000 Watt Schein-werfern, Lüfter, Notstromaggregat und Atemschutzgeräten im Mannschaftsraum zur Verfügung.

Im Jahr 2002 wurde die Kuddewörder Feuerwehr zur Deichsicherung in Lauenburg alarmiert, wo sie drei Tage im Einsatz war. Da sich eine gewaltige Flutwelle auf der Elbe in Richtung Lauen-burg und Geesthacht zu bewegte, löste der Kreis Herzogtum Lauenburg zur Deichsicherung Alarm aus. Diese Flutwelle hatte in anderen Bundesländern schon erhebliche Schäden hinterlassen, doch in unserer Region hielt der Deich dem enormen Wasserdruck stand.     

Zur Zeit sind 30 Aktive, darunter drei Frauen, tragen neben ihrem Feuerwehrdienst auch einen
erheblichen Teil zum Kulturellen der Gemeinde bei. Sie organisieren und veranstalten das Tannenbaumverbrennen, Himmelfahrtsfest im Bauernwald, Johannifeuer mit Kinderspielen und unterstützen die Gemeinde beim Maibaumaufstellen und Laternenumzug.

Rothenbek bis 1964

Kuddewörde bis 1964

Von 1935 bis 1936 Hermann Glunz

Von 1935 bis ? Otto Harms

Von 1936 bis 1946 Hermann Koops

? bis 1945 Rudolf Frank , Er musste auf Befehl der englischen Besatzungsmacht zurücktreten

Von 1945 bis 1963 Hans Willers

 

Von 1963 bis 1964 Artur Hartkop

 

 

 

Zusammenlegung der Wehren 1964

Von 1964 bis 1972 Ludwig Reher

 

Von 1972 bis 1978 Heinz Riemann

 

Von 1978 bis 1988 Eduard Gabriel

 

Von 1988 bis 1993 Gerhard Lage

 

Von 1993 bis 1999 Peter Möde

 

Von 1999 bis 2002 Marcus Werner

 

Von 2002 bis 2009 Maik Brehmer

 

Von 2009 bis 2010 Timo Grünthal

 

Von 2010 bis 2014 Sven Bittroff

 

zur Zeit Mario Brauer

 

Schadensereignisse:

1931    brannte Bantin in Rothenbek ab
1932    brannte Bern in Rothenbek ab
1932    im Herbst brannte mittags die Fölsch´sche Feldscheune in Grandeab,in der Mittagspause
gingen alle nach Hause und es entzündete sich beim dreschen ein Feuer

1932    brannte die alte Rauchkate des Bauern Harms in Kuddewörde ab. In diese Kate brachten viele Bauern Schinken, Speck und Wurst zum räuchern, und so kam    es, wie erzählt wird, dass die Schinken durch die große Hitzeeinwirkung durchs Dorf flogen

1933    brannte Bauer Harms in Kuddewörde ab. Dabei kamen alle Tiere um. Da das Feuer auf weitere Stroh gedeckte Häuser überzugreifen drohte, wurde sogar die Berufsfeuerwehr aus Hamburg gerufen

1937    am 3.9. brannte die alte Schule in Kuddewörde und zugleich der Katen des Bauern Willers ab
1943    brannte das Bismarcksche Waldarbeiterhaus auf dem Sonnenberg ab
1968    brannte Johns Reetdachhaus in Rothenbek ab
1972    13.11. brannte das Arbeiterhaus auf dem Hof Christen in Rothenbek ab
1974    1.4. brannten die Stallgebäude des Bauern Peters in Kuddewörde ab, dabei kam viel Viehbestand um.

1976    brannte die Tischlerei Hartkop in Kuddewörde ab
1977    brannte die Scheune des Bauern G. Sievers ab
1980    18.12. brannte das neben der Grander Mühle stehende Lokal ab
1985    17.7. brannte im Haffkamp das Haus der Familie Scheidt ab
1990    brannte das Reetdachhaus der Familie H. Saß ab  
1994    Verkehrsunfall mit einem Toten im Waldgebiet in Richtung Friedrichsruh
1997    28.10. verschüttete Person auf dem Diekskamp gerettet
1999    8.10. PKW-Vollbrand
1999    10.9. verletzte Person vom Carportdach gerettet
2000    23.2. Wohnungstüröffnung für den Notarzt
2002    12.2. Lenzeinsatz, in der Gemeinde Mühlenrade sind durch Dauerregen tiefere gelegene Grundstücke und die Keller   der darauf befindlichen Häuser überflutet

2002    26.2. Lenzeinsatz, in der Gemeinde Kollow drohte der Dorfteich überzulaufen und gefährdete die angrenzenden Häuser

2002    25.6. ein LKW hatte Flüssigdünger verloren, die Spur erstreckte sich über mehrere Kilometer
2002    26.7. brannte das Haus von Körner auf dem Sonnenberg ab
2002    18.8. Katastrophenalarm, vom 18.-20.8 Deichsicherung in Lauenburg
2003    18.3. Böschungsbrand an der A 24
2003    23.6. Dachstuhlbrand in der Gemeinde Hamfelde
2003    6.8. brannte ein Strohlager in der Gemeinde Kasseburg ab
2003    11.8. brannte ein Einfamilienhaus in der Gemeinde Elmenhorst ab
2003    17.11. Kellerbrand im Altenheim Saß
2003    20.11. Verkehrsunfall auf der Sachsenwaldstraße
2004    11.6. Verkehrsunfall im Waldgebiet in Richtung Friedrichsruh, eine verletzte Person
2004    17.7. Lenzeinsatz, ein Teil der Sachsenwaldstraße und ein angrenzender Keller sind überflutet
2004    Personensuche in der Gemeinde Dargow
2004    19.11. brannte die Werkstatt/Fahrradunterstand, der Schule, zum Teil ab

Zusätzliche Informationen